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Wieder ganz die "Alten"

Die Jodlergruppe Swissair
Bestnote am Jodlerfest in Appenzell.

Wie es die Tradition verlangt, hat sich die Jodlergruppe Swissair schon am Freitag auf die Reise nach Appenzell an das Jodlerfest gemacht. Das Hotel, die Wettlokale aber auch die örtlichen Gegebenheiten wurden einige Wochen vorher bereits ausgekundschaftet. Schon der Freitag war für alle «Swissärler» ein tolles Erlebnis. Das gut organisierte Fest wurde nicht wie an anderen Festen von einem Jodlerdorf im Zentrum beherrscht, sondern verteilte sich auf das gesamte Dorf Appenzell mit der Hauptgasse als zentraler Ausgangspunkt.

«Für uns war in erster Linie die Kirche Sankt Mauritius am Adlerplatz sehr wichtig. Da hatten wir unseren Auftritt» sagt Jakob Nef der Aktuar der Jodlergruppe Swissair. Er ist ein gebürtigen Appenzeller und er hat sich unheimlich darauf gefreut, seine Kameraden in seinem Heimatort zu begrüssen und, wie er es nennt, «sein Appenzell» näher zu bringen. Wer Appenzell kennt, weiss, dass alles in überschaubarer Nähe zu finden ist. Es ist so, dass sich jeder sehr rasch und ohne sich zu verirren, auch im Dunkeln, bewegen kann und soll. «Das Fest aller Feste wird nach dem Einnachten gefeiert» so der Ehrenpräsident Mani Schneider. Der Schalk in seinen blauen Augen lässt erahnen, welche Absichten ein erfahrener Festgänger wie er hat. Sein Gschpändli Werner Illi (er ist wie Mani seit 1967 ununterbrochen bei der Jodlergruppe) lächelt verschmitzt und enthält sich der Stimme. Was oft mehr aussagt als tausend Worte.

Jodlerinnen und Jodler pflegen eine sehr spezielle Freundschaft. Trotz der Konkurrenz freut man sich immer auch auf den Erfolg des anderen.  Daher war es am Samstag keine Überraschung, dass sich einige, nach dem gemeinsamen Frühstück, die Wettvorträge von befreundeten Klubs oder Einzelpersonen angehört haben. Um 12.16 Uhr war es dann endlich so weit. Die Jodlergruppe Swissair wurde in der randvollen Kirche St. Mauritius aufgerufen. Das Prozedere ist immer gleich. Der Chef-Juror lässt leise ein helles Glöckchen erklingen und gibt damit der Ehren-Dame das Zeichen den Klub hereinzuführen. Das Lied, der Komponist und die Gruppe werden dem Publikum vorgestellt. Es ist kaum zu glauben, dass über tausend Menschen so leise sein können wie im Vorfeld eines Wettvortrages. Das Lied von Fred Kaufmann wurde von der Jodlerin Petra Tomanek-Ulrich ausgewählt und der Dirigentin Daniela Müller einstudiert. Nun könnte man meinen, dass Noten gleich Noten sind. «Das ist überhaupt nicht so» sagt Daniela Müller. «Jedes Lied lässt viel Freiraum für Interpretationen, welche ich als Dirigentin mitbestimmen und nach «meinem Gusto» modellieren kann. Das ist dann meine Handschrift als Chorleiterin». Es hat sich gezeigt, dass ihr Gefühl für die Umsetzung des Textes und der Musik gut gewählt war. Mit harter Arbeit, viel Geduld und unzähligen Überstunden konnte das Lied so vorgetragen werden, dass nicht nur das frenetisch applaudierende Publikum, sondern auch die Jury überzeugt werden konnte. Die Bestnote 1 war das Resultat.

Wie auch Vreni Rubi (langjährige Dirigentin der Gruppe) hat es Daniela geschafft im ersten Fest mit einer neuen Gruppe die Bestnote zu bekommen. Da sagt man nur «Chapeau Daniela».

Nach dem Auftritt weiss man die Note noch nicht. Diese wird erst am Sonntag nach dem offiziellen Festakt bekannt gegeben und das heisst, dass alle auf das Ergebnis warten. Vielleicht ist es gerade dieser Umstand, welches ein Jodlerfest so speziell macht. Das Warten wird mit feiern überbrückt. Jetzt spielt es keine Rolle mehr, ob man Besucher oder Teilnehmer ist. Jeder singt mit jedem. Man steht zusammen und freut sich ob der grandiosen Stimmung. Freundschaften werden vertieft, neue Bekanntschaften geschlossen und viele Telefonnummern, E-Mail und Internetadressen werden ausgetauscht. So wird die Jodlerfamilie am Leben gehalten und vergrössert. Mit dem Gefühl eine sehr gute Leistung erbracht zu haben, sind die Mitglieder der Jodlergruppe Swissair am Sonntag glücklich (und auch etwas müde) wieder nach Hause gereist. «Doch wer jetzt meint, dass wir uns auf die faule Haut legen, hat sich getäuscht. Nach dem Fest ist vor dem Fest. Das Datum vom 16. bis 18. Juni 2023 steht bereits fest und wir wollen am eidgenössischen Jodlerfest in Zug auch wieder teilnehmen» Der Präsident der Gruppe geht weiter davon aus, dass die Jodlergruppe Swissair zusammen mit der Dirigentin ein sehr schönes Lied finden wird, welches in Zug die Herzen der Jury und das des Publikums erobern wird.

 

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Neuigkeiten aus unseren Reihen


Tenöre gesucht

Die Jodlergruppe ist auf der Suche nach 1. und 2. Tenören. Hast Du eine Tenorstimme, Lust in einem sehr kameradschaftlichen und motivierten Jodelchor mitzusingen und am Mittwoch-Abend keine anderweitigen Verpflichtungen, dann würden wir uns freuen, wenn Du bei uns "Reinschnuppern" kommst. Alle weiteren Fragen wird Dir gerne unser Präsident, Tiziano Rosa, beantworten. Wir freuen uns auf Dich!